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Carnitin

23.10.2015 08:43

Carnitin

Carnitine 

SynonymeCarnitine (engl.), L- Carnitin
EinsatzgebietHerzpatienten, Carnitinmangel
Erhoffte WirkungErhöhung der Fettverbrennung und der körperlichen Ausdauer
Belegte WirkungHerzschützende und antioxidative Wirkung
NebenwirkungenÜbelkeit, Druchfall, und Erbrechen bei Überdosierung oder der Einnahme flüssiger Päperate
Dosierungsbereich und Anwendungsdauer1 – 6 g pro Tag, aufgeteilt auf mehrere kleine Gaben
Preisinformationen1 g Carnitin kostet je nach Anbieter zwischen 0,80 und 2,00  Euro
Natürliches VorkommenCarnitin wird auf natürliche Weise im Körper gebildet, in geringen Mengen auber auch über die nahrung zugeführt

Carnitin

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Synonyme: Carnitine (engl.), L-Carnitin

Einsatzgebiet: Herzpatienten, Carnitinmangel

Erhoffte Wirkung: Erhöhung der Fettverbrennung und der körperlichen Ausdauer

Belegte Wirkung: Herzschützende und antioxidative Wirkung

Nebenwirkungen: Übelkeit, Durchfall und Erbrechen, bei Überdosierung oder der Einnahme flüssiger Präparate

Dosierungsbereich und Anwendungsdauer: 1-6 g pro Tag, aufgeteilt auf mehrere kleine Gaben

Natürliches Vorkommen: Carnitin wird auf natürliche Weise im Körper gebildet, in geringen Mengen aber auch über die Nahrung zugeführt

Was ist Carnitin?

Heutzutage gibt es wohl keinen Supplementanbieter mehr, der kein Carnitin in seinem Angebot hat. Diese Aminosäure wird als Fettverbrenner angepriesen und vornehmlich in Kapsel-, Tabletten- oder flüssiger Form zugeführt. Während einige Anbieter dieser Aminosäure immer noch eine direkte fettverbrennende Eigenschaft zusprechen, sind andere zumindest so ehrlich und weisen den uninformierten Kunden darauf hin, dass Carnitin lediglich als Transportmittel für langkettige Fettsäuren in die Mitochondrien, den Orten, wo sie zwecks Energiegewinnung verbrannt werden, fungiert und somit nur eine gesteigerte Fettverbrennung garantiert, wenn auch gleichzeitig eine größere Menge dieser Fettsäuren, z.B. durch Ausdauertraining, freigesetzt werden. Dass die Supplementindustrie auch hier wieder nur einen Teil der Wahrheit preisgibt, sollte eigentlich von vornherein klar sein. Was Carnitin nun wirklich kann und wozu es nicht in der Lage ist, das sollst Du nun folgend erfahren.

Carnitin zum Abnehmen

Carnitin

Lassen wir uns direkt mit der Hauptfunktion des Carnitin anfangen - seiner Schlüsselrolle im Fettstoffwechsel. In unserem Blut befinden sich ständig gewisse Mengen an aus gewöhnlichem Nahrungsfett gebildeten Fettsäuren, die nun auf zwei Wegen Verwendung finden: Sie können entweder - was weniger schön ist - in Form von Depotfett eingelagert werden oder, was wünschenswerter erscheint, direkt als Energie verbraucht werden.

An letzterem ist Carnitin beteiligt. Dieses transportiert nämlich, wie eingangs erwähnt, langkettige Fettsäuren in die Mitochondrien - die Kraftwerke der Zellen -, wo sie anschließend zu Zwecken der Energiegewinnung verbrannt und in Adenosintriphosphat (ATP) umgewandelt werden. Allerdings stehen den langkettigen Fettsäuren, um in die Mitochondrien zu gelangen, zwei Hindernisse im Weg - die Zellmembran und die Membran der Mitochondrien.

Carnitin für die Fettverbrennung

Carnitin Fettverbrennung

Für kurz- und mittelkettige Fettsäuren stellt die Überwindung dieser zwei Membranarten kein Problem dar, schwieriger gestaltet sich dies jedoch für die langkettigen Fettsäuren, die zwar die erste Hürde - sprich die Zellmembran - nehmen können, am zweiten Hindernis - der Membran der Mitochondrien - allerdings versagen. An genau diesem Punkt tritt Carnitin nun ans Tageslicht, denn dieses fungiert hier als natürliche Trägersubstanz, die die langkettigen Fettsäuren quasi Huckepack durch die Membran der Mitochondrien direkt in die Brennöfen der Zellen transportiert. In den Mitochondrien angelangt, werden Carnitin und die langkettigen Fettsäuren wieder getrennt Die Fettsäure erfüllt nun ihren Zweck und wird zur ATP-Gewinnung oxidiert, während Carnitin die Zelle anschließend wieder verlässt, auf diesem Rückweg allerdings noch das angefallene Coenzym A - ein Abfallstoff bei der Energiegewinnung - aus den Mitochondrien hinausbegleitet. In Anbetracht dieser Funktion gilt Carnitin als essenziell für den Fettstoffwechsel. Kein Carnitin - keine Fettverbrennung, was in der Praxis eine Verfettung des Körpers bedeuten würde. Bekannt ist dieses Symptom bei bewiesenem Carnitinmangel, der zur Verfettung der Leber und des Herzens führt, mit verheerenden Auswirkungen auf die Gesundheit

Bevor Du nun allerdings zum nächsten Kapitel übergehst, weil Du auf Grund der letzten Aussagen davon ausgehst, dass Du unbedingt Carnitin in Form einer Ergänzung zu Dir nehmen musst, um Fett abzubauen, lass mich meine Ausführungen bitte zu Ende führen. Die gute Nachricht: Unser Körper stellt Carnitin selbstständig in Leber, Niere und Gehirn her. Cirka 15 mg werden pro Tag aus den beiden essenziellen Aminosäuren Lysin und Methionin gebildet, weitere 30 mg mittels normaler Mischkost (Fleischesser deutlich mehr, da Carnitin besonders reichhaltig im Muskelfleisch enthalten ist) zugeführt. Zusätzlich sind zwischen 20-25 g in unserem Körper, besonders in der Skelett- und Herzmuskulatur gespeichert, die im Bedarfsfall ebenfalls abgerufen werden können. Die schlechte Nachricht: Die Carnitinbildung aus Lysin und Methionin kann nur dann vonstatten gehen, wenn ausreichende Mengen dieser beiden essenziellen Aminosäuren vorhanden sind, was beispielsweise während einer Diät nicht immer unbedingt gegeben ist.

Carnitin Lebensmittel

Besonders Vegetarier und Veganer können von einem Carnitinmangel betroffen sein, da diese tierische Produkte komplett meiden und somit kaum Carnitin über die Ernährung aufnehmen. Über kurz oder lang kann dies durchaus zu Mangelerscheinungen mit gestörtem Fettstoffwechsel führen. Bei beiden Personengruppen empfiehlt sich vorsorgehalber eine zusätzliche Versorgung mit einem Carnitin-Supplement. Sportler, die 2-3 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht zuführen und diesen Bedarf zu einem gewissen Teil mit Fleisch decken, brauchen sich hingegen über einen Carnitinmangel keinerlei Sorgen zu machen. Selbst während Diäten sind hier Bedenken überflüssig, da die Proteinzufuhr während einer Diät in der Regel erhöht wird, was weiteres Baumaterial für Carnitin zur Verfügung stellt Aber was ist mit all denjenigen, die Carnitin während einer Diät verwendet haben und von hervorragenden Resultaten sprechen?

Die besten Lebensmittel mit L-Carnitin

  • Rindfleisch: 81 mg pro 85 Gramm
  • Schweinefleisch: 24 mg pro 85 Gramm
  • Fisch: 5 mg pro 85 Gramm
  • Huhn: 3 mg pro 85 Gramm
  • Milch: 8 mg pro 227 ml

Nun, hier muss ganz klar differenziert werden. Handelt es sich hierbei um einen Bodybuilder, der täglich intensiv trainiert, sich bedarfsgerecht ernährt und vielleicht nebenher noch anabole Steroide, Ephedrin o.ä. Substanzen verwendet, oder handelt es sich hierbei um eine Hausfrau, die von Ernährung vielleicht keinen Plan hat und sich den lieben langen Tag nur von Salat ernährt hat? Mir persönlich kann kein Wettkampfbodybuilder, der täglich mehrere Stunden Cardiotraining absolviert, 4-5-mal pro Woche intensiv mit freien Gewichten trainiert und nebenbei noch Steroide und andere auf den Fettstoffwechsel einwirkende Substanzen verwendet, weismachen, dass sein Fettverlust vom Carnitin herrührt. Bei zweitem Beispiel ist dies jedoch wahrscheinlicher, da die Frau, die ausschließlich Salat isst, weder ausreichende Mengen an den Carnitin-Baustoffen Lysin und Methionin zuführt, noch bereits fertiges Carnitin über die Ernährung zu sich nimmt Aber auch hier steigert Carnitin die Fettverbrennung nicht direkt - sie hält diese nur am Laufen. Erinner Dich: Kein Carnitin - keine Fettverbrennung, also positiv zu bewerten.

Der bekannte und renommierte Facharzt für Innere Medizin und Sportarzt Dr. Kurt A. Moosburger geht in der Carnitin-Diskussion sogar noch einen Schritt weiter und hält eine Supplementierung, egal ob bei intensiv trainierendem Athleten oder bei der genannten Hausfrau für komplett überflüssig. Zitat "Carnitin ist in der Muskelzelle immer bedarfsgerecht vorhanden, es wird nicht verbraucht, sondern steht immer wieder als Transporteur in die Mitochondrien zur Verfügung. Ebenso geht Carnitin nicht über den Harn "verloren" . Die Ausscheidung wird durch die Zufuhr mit der Nahrung sowie die körpereigene Biosynthese mehr als kompensiert. Zudem hat der Organismus eine große Menge Carnitin gespeichert. Es gibt beim Gesunden weder einen Carnitinmangel, noch einen Carnitinverbrauch, noch Carnitinverluste (auch nicht bei Leistungssportlerinnen). Selbst bei hochausdauertrainierten Athletinnen ist immer genügend und bedarfsgerecht Carnitin in der Muskelzelle vorhanden." Zwar gebe ich Dr. Moosburger in vielen Teilen Recht, allerdings hat er hier vergessen, dass es bereits genannte Personenkreise gibt, die weder über die Nahrung, noch mittels einer entsprechenden Synthese aus Lysin und Methionin ausreichend Carnitin zuführen. Zwar kann der Körper, wie er richtig angemerkt hat, auf seine körpereigenen Speicher zurückgreifen, allerdings sind diese begrenzt und werden nach monatelanger oder gar jahrelanger Fehlernährung erschöpft sein.

Carnitin für das Ausdauertraining

Auch die ergänzende Zufuhr von Carnitin zur Steigerung der Ausdauerleistung scheint zweifelhaft. Moosburger begründet dies mit einer unzureichenden Aufnahme des zusätzlich supplementierten Carnitin in die Muskelzellen, wo es aber dringend benötigt wird, um eine Ausdauerleistung zu fördern. Interessanterweise sprechen dennoch viele Marathonläufer, Radrennfahrer und Ironmen von einer Steigerung der Ausdauerleistung. Ob Moosburger hier irrt oder die Sportler lediglich in den Genuss des bekannten Placeboeffektes gekommen sind, ist unklar. Wenn du leistungsmäßig Ausdauersport betreibst, solltest Du Carnitin einfach mal ausprobieren und dann für Dich persönlich entscheiden, ob der Einsatz Sinn ergibt oder nicht. Es ist allerdings eine mehrwöchige Einnahmedauer nötig, um einen Effekt zu verspüren. Angesichts des relativ hohen Preises von ca. 1,00 Euro pro Gramm Carnitin und den für Ausdauersportler empfohlenen Einnahmemengen von bis zu 6 g pro Tag kann sich dies jedoch als recht kostspielig herausstellen.

Carnitin für das Herz

Als erwiesenermaßen nützlich hat sich die Supplementierung von Carnitin jedoch bei Herzpatienten herausgestellt, die unter Angina pectoris und Herzrhythmusstörungen leiden, Ebenso belegt gilt die Wirkung von Carnitin als Antioxidant. Die Nebenwirkungen einer Carnitineinnahme äußern sich in Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen - besonders wenn es in großen Mengen oder in flüssiger Form verabreicht wird. Eine mögliche toxische Wirkung ist nicht bekannt. Wenn Du Carnitin einmal ausprobieren möchtest, solltest Du vor dem Kauf jedoch auf ein paarr Dinge achten. Zuerst solltest Du Carnitin nicht in der D-, sondern in der L-Form (I. steht hier für "levo") kaufen. Die D-Form ist inaktiv und darüber hinaus potentiell toxisch. Wenn Du die L-Form nun gefunden hast (Standard im Supplementberelch), gilt es ferner darauf zu achten, dass das Carnitin als Base und nicht als Tartrat vorliegt. Während die Base einen 100 %igen Carnitingehalt garantiert, liegt dieser beim Tartrat lediglich bei 67 %. Ein geeignetes Präparat wäre das American Supps L-Carnitin

Carnitin Fazit

Carnitin ist als Fettverbrenner nutzlos wenn nicht gleichzeitig ein intensives Training vorallem im Ausdauerberich durchgeführt wird. Eine Ergänzung macht vor allem bei den Personen Sinn, die zu wenig protein- und carnitinhaltige Lebensmittel, wie beispielsweise Fleisch, zuführen. Eine zusätzliche Einnahme zur Förderung der Ausdauer ist umstritten. Carnitinstudien gibt es mehrere tausend, die ca. zur Hälfte dokumentieren. "Probieren geht über Studieren" heisst hier vielleicht die richtige Empfehlung.


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