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Fluor

15.04.2017 06:21

Fluor

Fluor kommt in der Natur in Form von Calciumfluorid oder auch Fluorid genannt vor und bildet regelmäßige Kristalle. Besonders vebreitet sind die Fluoritablagerungen in Kalifornien, aber auch in Alaska und Argentinien. Fluor ist von allen Elementen das am stärksten negativ geladene und reaktivste von allen Elementen. Fluorgas ist ein blassgelbes, korrosives Gas, das mit den meisten organischen und anorganischen Substanzen reagiert. Fein verteilte Metalle, Glas, Keramik, Kohlenstoff und sogar Wasser verbrennen in Fluor mit einer hellen Flamme. Verbindungen von Fluor mit seltenen Gasen wurden in Fluoriden von Xenon, Krypton und Radon gefunden. Eine Hypothese sagt, dass Fluor für Wasserstoff überall dort eingesetzt werden kann, wo es in organischen Verbindungen vorkommt, was zu einer gewaltigen Anzahl neuer Fluorverbindungen führen kann.

fluor zahnpasta

Verwendung von Fluor

Bis zum Zweiten Weltkrieg gab es keine kommerzielle Produktion mit Fluor. Das Atombombenprojekt und die Kernenergieanwendungen machten es jedoch notwendig, große Mengen davon zu produzieren. Fluor und seine Verbindungen werden bei der Herstellung von Uran (aus dem Hexafluorid) und mehr als 100 kommerziellen Fluorchemikalien, einschließlich vieler Hochtemperatur-Kunststoffe, verwendet. Flusssäure wird verwendet, um Glühbirnen und anderes Glas zu ätzen. Fluorchlorkohlenwasserstoffe werden weitgehend in der Klimatisierung und Kühlung eingesetzt. Flourin als lösliches Fluorid im Trinkwasser kann dazu beitragen, Zahnhohlräume zu verhindern, aber bei 2 ppm kann es auch zu Fleckenbildung in den Zähnen führen. Elementarfluor wurde als Raketentreibstoff untersucht, da es einen außergewöhnlich hohen spezifischen Impulswert hat. (Quelle: Los Alamos National Laboratory)

Fluor ist auch unter folgendem Namen bekannt: Calciumfluorid, Zinnfluorid, Natriummonofluorphosphat und Natriumfluorid.

Fluor Medizin

Fluor erhöht die Knochendichte, bekämpft Infektionen und reduziert das Auftreten von Karies. Fluor ist eines der aktivsten Elemente der Halogengruppe. Es gehört zu der gleichen Gruppe der Elemente wie Brom, Chlor und Jod. Fluor wird kommt in der Natur niemals in freier Form vor. Im Körper findet man es immer in Verbindungen mit anderen Bestandteilen des Körpers. Natürliches Wasser enthält 3-12 mg Fluorid pro Liter. Fluor ist in fast allen Geweben vorhanden, vor allem in den Zähnen und Knochen. Es wird im Darm aufgenommen, im Blutstrom transportiert und in den Zähnen und Knochen gelagert. Fluor erhöht die Bioverfügbarkeit von Kalzium und hilft dabei, Säuren im Mund zu puffern. Eingelassene Fluoride werden vollständig ionisiert und schnell resorbiert und in der gesamten zellulären Flüssigkeit verteilt. Im Blut und Gewebe ist der Bestand sehr niedrig. Fluor wird schnell mit dem Urin ausgeschieden. Fluor ist essentiell für die normale Mineralisierung der Knochen und die Bildung von Zahnschmelz. So werden 96% des Fluorids im Körper in Knochen und Zähnen gefunden. Gemeinsam mit Calcium arbeitet Fluor gemeinsam, hauptsächlich in den äußeren Teilen der Knochen. Fluor verhindert Zahnkaries, indem es die Löslichkeit des Zahnschmelzes durch Säuren verringert, die durch Bakterien produziert werden. Eine sehr geringe Menge davon kann bei der Entwicklung des Zahnes helfen, im Überschuss davon verursacht Fluor allerdings Zahnfluorose (Flecken auf den Zähnen). Übrigens schützt Fluor auch die Milz.

Fluor Mangel

Folgende Symptome können bei Fluor Mangel auftreten:

  • Zahnverfall
  • schlechten Sehvermögen und
  • Anfälligkeit für Infektionen führen
  • Zerfall der Zähne
  • Krümmung der Wirbelsäule
  • Schwaches Sehvermögen

Nahrungsmittel mit Fluor (Fluorid)

Spargel, Avocados, Rosenkohl, Kraut, Karotten, Kümmel, Blumenkohl, Gurken, Datteln, endiv, Wacholderbeeren, Zitronengras, Lakritze, Petersilie, Rübe und Rübengrüne, Löwenzahn, Sonnenblumenkerne, Knoblauch, Spinat, Tomaten, grüner Blätter Gemüse, Nüsse (vor allem Mandeln), Rübengrün, Löwenzahn und alles Meer Gemüse.

Fluor Verwendung

Fluorid wird dem Trinkwasser zugesetzt und darüber in Nahrungsmitteln verarbeitet. Insbesondere bei Lebensmitteln, die in Gebieten mit einem hohem Fluoridgehalt verarbeitet werden, ist der Fluorgehalt sehr hoch. Fluorid wurde auch in Meeresfrüchten und Hafer gefunden. Es wird zu den meisten Zahnpasten hinzugefügt und in den Böden bestimmten Düngemitteln hinzugefügt. Besonders verbreitet ist die Ansicht, dass fluoridiertes Wasser über eine kommunale Wasserversorgung oder den Kauf von "Fluoridwasser" gesichert werden kann. In der Regel ist dies eine anorganische Form von Fluor und nicht der sicherste Weg, um an dieses Mineral zu kommen.

Verwendung fluoridierter Lebensmittel und die Auswirkung von Fluorid auf die Gesundheit

Stellungnahme des BgVV vom Juli 2002

"Fluorid ist ein Spurenelement, das überall in unserer Umwelt, auch in Wasser und Lebensmitteln vorkommt. Es ist für den Menschen nach heutiger Kenntnis nicht essentiell, d.h., lebensnotwendig. Geringe Mengen sind günstig für die Zahngesundheit, d.h., helfen, Karies zu verhindern. Fluorid hilft dabei, kleine Zahnschmelzschäden zu reparieren, die nach jeder säurehaltigen Mahlzeit auftreten. Zugleich hemmt es das Wachstum von säurebildenden Bakterien im Mund.

Die Fluoridgehalte von Lebensmitteln sind gering

Die Gesamtaufnahme aus Lebensmitteln in Deutschland beträgt bei Erwachsenen etwa 0,4 bis 0,5 mg pro Tag.

90% des Trinkwassers in Deutschland enthält weniger als 0,25 mg/L. Mineral- und Tafelwasser können sehr unterschiedlich hohe Fluoridkonzentrationen haben: zwischen 0,1 und 4,5 mg/L. Ab einem Fluoridgehalt von 1,5 mg/L muss dieses Wasser als "fluoridhaltig" gekennzeichnet werden. Nur Mineralwasser, das weniger als 0,7 mg Fluorid/L enthält, darf als "geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung" gekennzeichnet werden. Die günstige Fluoridwirkung auf die Zahngesundheit tritt bei Tageszufuhren in der Gröflenordnung von 30 bis 40 µg/kg Körpergewicht ein.

Daraus leiten sich die derzeit gültigen Zufuhrempfehlungen der ernährungswissenschaftlichen Gesellschaften ab:

  • 0 bis 4 Monate 0,25 mg/Tag
  • 4 bis 12 Monate 0,5 mg/Tag
  • 1 bis 4 Jahre 0,7 mg/Tag
  • 4 bis 7 Jahre 1,1 mg/Tag
  • 10 bis 13 Jahre 2,0 mg/Tag
  • 13 bis 19 Jahre 3,2 (♂) / 2,9 (♀) mg/Tag
  • 19 bis 65 Jahre 3,8 (♂) / 3,1 (♀) mg/Tag

 (Diese Empfehlungen gelten auch Schwangere und Stillende)

Bis zum Alter von 8 Jahren kommt es bei Fluoridzufuhren von mehr als 100 µg/kg Körpergewicht/Tag zu Zahnschmelzflecken (Zahnfluorose) in den bleibenden Zähnen. Bei weit höherer Zufuhr in diesem Alter kommt es zu braunen Zahnverfärbungen. Bei langjähriger (10-20 Jahre) hoher Fluoridaufnahme (10-25 mg/Tag) kann eine Skelettfluorose auftreten, mit erhöhter Knochenbrüchigkeit und Gelenkveränderungen. Nach extrem hohen Fluoridaufnahmen (300-600 mg/Tag) über mehrere Monate wurden Nierenschäden beobachtet. Es ist also wichtig, die empfohlene/angemessene Fluoridzufuhr aus allen Quellen nicht nennenswert und nicht langwährend zu überschreiten.

Fluor Zahnpasta

Zu den Quellen sind auch fluoridhaltige Zahnpflegemittel zu zählen, wenn diese verschluckt werden. Kleinkinder sollten daher keine Erwachsenenzahnpasta, sondern fluoridreduzierte Kinderzahnpasta benutzen und unter Aufsicht putzen, spülen und ausspucken lernen. Fluorid wirkt überwiegend durch lokalen Kontakt mit der Zahnoberfläche. Daher gibt es fluoridierte Zahnpflegemittel.

Fluorid

Da die tägliche Fluoridaufnahme der deutschen Bevölkerung niedrig ist, wurde 1991 die Fluoridierung des (jodierten) Speisesalzes zugelassen, das entsprechend gekennzeichnet werden muss. Speisesalz wird in der Regel nicht übermäßig verzehrt, der sich aus Geschmacksgründen selbst begrenzt. Jedes Gramm fluoridiertes Speisesalz enthält 0,25 mg Fluorid. Der häusliche Verbrauch von Speisesalz zur Zubereitung von Speisen wurde in der Größenordnung von 2 g/Tag ermittelt, was 0,5 mg zusätzlicher Fluoridzufuhr pro Tag entspricht. Vereinzelt wird auch genehmigt, fluoridiertes (und jodiertes) Speisesalz zur Speisenzubereitung zu verwenden, damit auch Personen, die außer Haus essen, in den Genuss einer verbesserten Fluoridzufuhr kommen. Personen, die fluoridiertes Speisesalz verwenden, sollen keine zusätzlichen Fluoridtabletten einnehmen und auf den Fluoridgehalt ihres Wassers achten (unter 0,7 mg/L), um Überdosierungen zu vermeiden. Fluoridhaltige Zahnpflegemittel werden allen empfohlen. Fluoridierte Lebensmittel gibt es in Deutschland bisher nicht. Es wird streng darauf geachtet, dass ein Fluoridzusatz auf Salz und damit zubereitete Speisen beschränkt bleibt. Eine Ausnahme stellen nur bilanzierte Diäten für bestimmte Kranke dar, da diese keine normalen Lebensmittel verzehren. Es gibt in Deutschland bisher auch keine fluoridhaltigen Nahrungsergänzungsmittel. Fluoridtabletten sind Arzneimittel und sollten nur auf Rat eines Arztes und nach Erheben einer Fluoridzufuhranamnese eingenommen werden.

Macht Fluorid krank?

Fluorid wird seit Jahren immer wieder in Zusammenhang gebracht mit Chromosomenveränderungen, Krebs und anderen Krankheiten. Diese Warnungen beruhen darauf, dass Fluorid in hohen Dosen Zellen schädigen kann, berücksichtigen aber nicht den Dosiseffekt. Alle diese behaupteten Nebenwirkungen haben sich als unwahr erwiesen."


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