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Insulinresistenz

09.12.2020 11:41

Insulinresistenz

Was ist Insulinresistenz?

Insulinresistenz (IR) ist eine verminderte Insulinwirkung am Zielorgan, beispielsweise in Leber, Muskel oder Fettgewebe. Die krankhaften Körperzellen reagieren immer schwächer auf endogenes oder exogenes Insulin. Eine Insulinresistenz kennzeichnet sich durch einen erhöhten Insulinspiegel und einen erhöhten Blutglukosespiegel. Es ist zwar genügend Insulin vorhanden. Aber die Wirkung des Insulins ist abgeschwächt.

Was macht Insulin?

Insulin ist ein Hormon, dass für die Blutzuckerregulation verantwortlich ist und im endokrinen Teil der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Die Ausscshüttung wird in erster Linie durch Glucose stimuliert. Erhöht sich der Glucosespiegel im Blut, bildet die Bauchspeicheldrüse Insulin und gibt dieses ins Blut ab.

Das Insulinsignal fördert die Aufnahme, Verwertung und Speicherung von Glucose, Aminosäuren und Fetten. In der Leber fördert Insulin die Synthese von Glykogen und Fett. Im Muskel die Proteinsynthese und im Fettgewebe die Lipogenese. Außerdem hemmt Insulin den Abbau dieser Stoffe.

Damit Insulin seine Aufgaben ausführen kann, braucht es sogennante Insulinrezeptoren, die in das Innere der Zellen hineinragen und für die Übertragung der Insulinsignale dienen. Insulinrezeptoren sind Erkennungsproteine, die das im Blut schwimmende Insulin binden. Durch die Bindung von Insulin wird ein Signal an der Zelloberfläche ausgelöst. Über komplexe Vorgänge wird dieses Signal in die Zelle weitergeleitet und trifft dort auf den Glucosetransporter. Das Signal befördert den Glucosetransporter vom Innenraum an die Zelloberfläche und ermöglicht so den Eintritt der Glucose in die Zelle.

Fast alle Zellen besitzen Insulinrezeptoren. Während Fett- und Leberzellen über mehrere Hundertausend Insulinrezeptoren besitzen, haben andere Zellen nur wenige Hunderte.

Was passiert bei einer Insulinresistenz?

Wird mehr Insulin in das Blut ausgeschüttet, besetzt es mehr Rezeptoren. Das Insulinsignal wird immer stärker und lauter. Die Zelle muss immer schneller arbeiten und mehr Glucose aufnehmen.

Mit der Zeit dreht die Zelle die “Lautstärke” der Hormone herunter, in dem sie die Anzahl der Rezeptoren verringert, die das Hormonsignal empfangen können. Das heißt wenn dauerhaft zu viel Insulin im Blut vorhanden ist, verringert die Zelle ihre Insulinrezeptoren.

Die Zelle wird insulinresistent.

Die Insulinresistenz entwickelt sich meist über einen längeren Zeitraum und ist neben den genetischen Faktoren stark von der Ernährung und der körperlichen Bewegung abhängig. Eine zu hohe Kalorienzufuhr und/oder geringe körperliche Aktivität führen mit der Zeit zu einer immer größeren Zunahme der Insulinresistenz.

Woher kommt eine Insulinresistenz?

Die Hauptursachen der Insulinresistenz sind schlechte Ernährung, Bewegungsmangel, zu viel Stress und zu wenig Schlaf. Leidet die betroffenePerson unter Übergewicht, spielt die Lokalisation der Fettpolster ebenfalls eine Rolle. Bei Menschen vom sogenannten Apfeltyp (Stammbetonte Adipositas) ist die Lipolyse-Aktivität und die Konzentration von freien Fettsäuren höher als bei der hüftbetonten Verteilung der Fettdepots. Eine Erhöhung der Konzentration von freien Fettsäuren im Blut löst eine Reihe von pathophysiologischen Reaktionen aus.

Der Insulin-Abbau in der Leber verringert sich, wodurch die Insulinkonzentration im Blut zunimmt und so die Anzahl der Insulinrezeptoren verringert wird. Zusätzlich bildet die Leber vermehrt Very-Low-Density-Lipoproteine, was zu einer Hyperlipidämie führt. Das bedeutet, dass sich mehr Lipide im Blut befinden.

Für die Energiegewinnung werden im Skelettmuskel mehr Fettsäuren oxidiert, wodurch die Glucoseverwertung im Skelettmuskel abnimmt und die Glukosekonzentration steigt.

Dieser Komplex führt zu einer Verringerung der insulinsstimulierten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen.

Damit der Körper die Insulinresistenz ausgleicht, reagiert er mit einer gesteigerten Insulinausschüttung. Dies in Kombination mit der häufig sehr kalorienreiche Nahrung bei Übergewicht führen zu einer weiteren Senkung der Insulinrezeptorenzahl. Das verstärkt wiederum die Insulinresistenz. Es kommt zu einer Hyperinsulinämie (zu viel Insulin in im Blut). Das Ganze führt zu einem gefährlichen Kreislauf, der wiederum zu der Volkskrankheit Diabetes mellitus Typ 2 oder zum Metabolischen Syndrom führt.

Was ist der Unterschied zwischen Insulinresistenz und Diabetes?

Die Insulinresistenz ist nicht gleich Diabetes Typ-2, aber sie tritt als Phänomen bei dieser Krankheit und seinen Vorstadien auf. Die Insulinresistenz zählt zu den Hauptursachen des Typ 2 Diabetes. Sollte die Vermutung einer Insulinresistenz bestehen, ist es wichtig einen weiteren Verlauf zu verhindern.

Was ist Diabetes?

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, mit einem dauerhaften Nüchtern-Plasma-Glucosewert von über 100mg/dl. Wörtlich übersetzt bedeutet der Name Diabetes mellitus "honigsüsser Durchfluss", da überschüssiger Zucker über den Urin ausgeschieden wird. In früheren Zeiten hat man den Becher mit Urin nach draußen gestellt und wenn er zu viel Zucker enthielt, schwirrten die Bienen um ihn herum. Andere Mediziner haben den Urin probiert ob er süß schmeckt. Das ist in der heutigen Zeit zum Glück nicht mehr nötig. Die Medizin bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten um einen Diabetes korrekt zu diagnostizieren.

Bei Diabetes gibt es mehrere Untergruppen, die als Typ 1, Typ 2 und Typ 3 bezeichnet werden.

Diabetes 1

Der Diabetes Typ 1 kommt hauptsächlich bei jüngeren Menschen zwischen 15-25 Jahren vor und ist durch einen absoluten Mangel an Insulin gekennzeichnet. Aufgrund eines Gendefektes zerstört der Körper durch Autoimmunprozesse die Betazellen in der Bauchspeicheldrüse, die für die Insulinproduktion verantwortlich sind. Dadurch kann nicht genügend Glucose aus dem Blut in die Zellen gelangen. Die Folgen sind ein konstant zu hoher Blutzuckerspiegel, der langfristig die Gefäße und Nerven schädigt und zu wenig Energie in den Zellen. Ein weiteres Problem ist die ständige Übersäuerung des Blutes, wodurch sämtliche Stoffwechselvorgänge im Körper beeinträchtigt werden. Als Folge tritt der Tod ein.

Diabetes 2

Der Diabetes Typ 2 tritt häufiger bei älteren Menschen auf, weshalb er früher auch Altersdiabetes genannt wurde. Leider hat sich das heutzutage stark geändert, da immer mehr jüngere Menschen unter Übergewicht durch schlechte Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsmangel leiden. Der Diabetes Typ 2 ist durch einen relativen Insulinmangel gekennzeichnet. Relativ bedeutet, dass die Bauchspeicheldrüse noch Insulin produziert. Mit der Zeit verlieren die Insulinrezeptoren der Zellen allmählich ihre Fähigkeit, auf Insulin zu reagieren.
Anfänglich versucht die Bauchspeicheldrüse, die Insulinresistenz durch die Produktion hoher Insulinmengen auszugleichen. Dadurch wird die Bauchspeicheldrüse mit der Zeit immer weiter überfordert. Die produzierte Insulinmenge reicht nicht mehr aus, um den Blutzuckerspiegel zu senken.

Diabetes Typ 3

Unter dem Diabetes Typ 3 werden mehrere Sonderformen von Diabetes mellitus zusammengefasst, die sich nicht eindeutig dem Typ 1 oder Typ 2 zuordnen lassen.
Dazu zählen Diabetes durch:

  • Gendefekte in den Insulin-produzierenden Betazellen (MODY) oder der Insulinwirkung
  • Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse wie einer Entzündung (Pankreatitis)
  • Erkrankungen/Störungen des Hormonsystems wie beispielsweise Cushing-Syndrom, Phäochromozytom oder Akromegalie
  • Autoimmunerkrankungen
  • Viren
  • Chemikalien oder Medikamente

Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)

Der Schwangerschaftsdiabetes ist ein Diabetes, der erstmals während der Schwangerschaft auftritt. Häufig verschwindet er danach wieder.
Durch den veränderten Hormonhaushalt unterliegt der Stoffwechsel der werdenden Mutter starken Veränderungen, die sich auch auf den Blutzuckerstoffwechsel auswirken. Ein Schwangerschaftsdiabetes sollte immer gut beobachtet werden, da er zu Risiken bei Mutter und Kind führen kann.

Ist Insulinresistenz heilbar?

Befindet sich die Insulinresistenz noch im Anfangsstadium, ist sie meist heilbar. Das bedeutet aber eine konsequente Ernährungsumstellung, mehr Bewegung und eine Anti-Stresstherapie. Zuerst sollte das Übergewicht abgebaut werden und mehr Bewegung in den Alltag intigriert werden. Eine Haferkur und die Einnahme von R-ALA können große Fortschritte bringen.

Wie lange dauert es um Insulinresistenz zu heilen?

Viele Menschen möchten ihre Insulinresistenz schnell senken, insbesondere, wenn bei ihnen ein Prädiabetes oder Diabetes diagnostiziert wurde. Ein hoher Insulinspiegel ist nicht schwer umzukehren, sobald Du verstanden hast, warum er zu hoch ist. 
Wie lange es dauert, deine Insulinresistenz rückgängig zu machen hängt davon ab, wie wir die Insulinresistenz definieren. Betrachten wir nur Blutzucker und HbA1c oder betrachten wir auch Fasteninsulin und HOMA-IR? 
Basierend auf der offiziellen Definition von Typ-2-Diabetes - hoher Blutzucker oder HbA1c könnte Diabetes in Wochen oder Monaten rückgängig gemacht werden. Aber es besteht eine starke Tendenz, dass der Körper zurückkehrt. Wenn wir uns auf die tatsächliche zelluläre Insulinresistenz konzentrieren und wie lange es dauert, um das Gewebe zu regenerieren und die Homöostase im Körper wiederherzustellen. Es könnte Jahre dauern, um die Insulinresistenz wirklich umzukehren.

Denn genau wie Übergewicht hat es auch Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte gebraucht, bis sich diese überhaupt gebildet haben. Du kannst also nicht erwarten, dass sich diese dann auch kurzfristig zurück bilden kann. Dennoch solltest Du lieber spät als nie damit beginnen.

Solltest Du aber versuchen wollen, der Insulinresistenz den Kampf anzusagen, sind folgende Kriterien vorab zu berücksichtigen.

  • Der Blutzuckerwert kann sich über Tage, Wochen oder Monate verändern.
  • HbA1 braucht Wochen bis Monate.
  • Wurde bereits Metformin verschrieben?
  • Der Insulin7HOMA-IR Wert braucht Monate bis Jahre.
  • Der sogenannten Cell-Memory Setpoint.
  • Wie ist die Genetik?

Wenn Du nun Deine Insulinresistenz heilen möchtest, solltest Du folgendermaßen vorgehen:
Erhöhe Dein körperliches Training. Denn Training wirkt wie Insulin, da es dafür sorgt, dass die Glucose als Energie in den Zellen benötigt wird.
Reduziere Dein Stresslevel. Denn das Stresshormon Cortisol ist einer der Gegenspieler von Insulin und erhöht den Blutzuckerspiegel. 
Außerdem bietet sich zeitweise eine ketogene Ernährung an, so dass der Körper erst mal so gut wie gar keine Kohlenhydrate erhält. 
Schließlich solltest Du regelmäßiges Fasten einplanen, allerdings nur unter Absprache mit dem Arzt.

Haferkur bei Insulinresistenz

Hafer enthält einen Ballaststoff mit dem Namen Beta-Glucan. Dieser wirkt sich regulierend auf den Blutzuckerspiegel und Fettstoffwechsel aus. Hafer kann sogar die Cholesterinwerte senken. Bei einer Haferkur werden drei Tage lang drei Mahlzeiten mit jeweils 75 g Haferflocken gegessen. Wem die Haferflocken zu eintönig schmecken, darf mit ein wenige Obst oder Gemüse etwas mehr Geschmack reinbringen. So eine Haferkur sollte aber mit einem Arzt oder Ernährungsmediziner abgesprochen werden.

Welche Haferflocken bei Diabetes?

Achte auf die Bezeichnung Vollkorn Haferflocken. Ansonsten können es Kleinblatt- oder Großblatthaferflocken sein. Wer mag kann seine Haferflocken mit einer Flockenquetsche auch selber quetschen.

R-ALA gegen Insulinresistenz

Insulinresistenz R-ALA

SAN R-ALA

Es konnte gezeigt werden, dass Alpha-Liponsäure (ALA), eine natürlich vorkommende Verbindung und ein Radikalfänger, den Glukosetransport und die -Aufnahme in verschiedenen Versuchs- und Tiermodellen verbessert werden konnte.

In einer klinischen Studien (1) wurde ein Anstieg der Insulinsensitivität nach akuter und kurzfristiger (10 Tage) parenteraler Verabreichung von ALA beschrieben. Die Auswirkungen einer 4-wöchigen oralen Behandlung mit Alpha-Liponsäure wurden in einer placebokontrollierten multizentrischen Pilotstudie getestet, um festzustellen, ob eine orale Behandlung auch die Insulinsensitivität verbessert. Vierundsiebzig Patienten mit Typ-2-Diabetes erhielten entweder eines der beiden Placebos (n =19) oder eine aktive Behandlung mit Alpha-Liponsäure in verschiedenen Dosen von 600 mg einmal täglich (n = 19), zweimal täglich (1200 mg; n = 18) oder dreimal täglich (1800 mg; n = 18). Eine isoglykämische Glucose-Clamp wurde an den Tagen 0 (zu Beginn) und 29 (nach Ende) durchgeführt.

In dieser Studie wurde die Analyse anhand der Anzahl der Probanden durchgeführt, die eine Verbesserung der Insulinsensitivität nach der Behandlung zeigten. Darüber hinaus wurden die Auswirkungen einer aktiven vs. Placebo-Behandlung auf die Insulinsensitivität verglichen. Alle vier Gruppen waren vergleichbar und hatten zu Studienbeginn einen ähnlichen Grad an Hyperglykämie und Insulinsensitivität. Im Vergleich zur Gruppe mit dem Placebo konnte bei den Personen aus der Alpha-Liponsäuregruppen-Gruppe signifikant ein Anstieg der Insulin-stimulierten Glukoseentsorgung (MCR) nach der ALA-Behandlung gemessen werden.

Da in den drei verschiedenen Alpha-Liponsäuregruppen kein Dosiseffekt beobachtet wurde, wurden alle Probanden, die ALA erhielten, in der "aktiven" Gruppe kombiniert und dann mit der Placebo-Gruppe verglichen. Dies zeigte signifikant unterschiedliche Veränderungen der MCR nach der Behandlung (+ 27% gegenüber Placebo; p

Insulinresistenz R-ALA

Pump Booster mit R-ALA

Kann man Insulinresistenz rückgängig machen?

Je weiter vorangeschritten die Insulinresistenz ist, desto niedriger werden die Heilungschancen. Steht die Insulinresistenz noch am Anfang kann durch eine bewusste Ernährung und körperliche Aktivität die Insulinempfindlichkeit wieder erhöht werden. Das Voranschreiten zum Diabetes und die Einnahme von Tabletten oder Spritzen von Insulin kann dadurch in vielen Fällen vermieden werden.

Wie wird eine Insulinresistenz festgestellt?

Insulinresistenz

Für die Feststellung einer Insulinresistenz liefern die Werte für das Nüchtern-Insulin, dem Body Mass-Index (Körpergewicht im Verhältnis zur Körperlänge), das Vorkommen von Diabetes bei erstgradig Verwandten und die Triglyzeridwerte einer Person entscheidende Hinweise.

Eine genaue Messung einer Insulinresistenz ist ein sehr aufwendiger und kaum durchführbarer Prozess. Die sogennnate "Clamp-Technik" wird daher fast immer nur bei Forschungen angewendet. Eine Studiengruppe entwickelte daraus drei verschiedene Modelle, um in der Praxis eine mäßig bis stark ausgeprägte Insulinresistenz einfach und schnell erkennen zu können.

Diagnosestellung ausschließlich durch klinischen Zeichen:

Eine Person ist mit einem der folgenden Kriterien mit großer Wahrscheinlichkeit insulinresistent

BMI größer als 28,7 kg/m2 oder
BMI größer als 27,0 kg/m2 und die Person hat erstgradige Verwandte (Eltern, Geschwister) mit Diabetes.

BMI bestimmen mit dem BMI-Rechner

Diagnosestellung durch Fettwerte im Blut:

Liegen die Triglyzeridspiegel über2,44 mmol/l (215 mg/dl) ist die Person mit großer Wahrscheinlichkeit insulinresistent.

Diagnosestellung durch Blutuntersuchung (Nüchtern-Insulin und Nüchtern-Glukose) und des Gewichts:

Der HOMA-Index (HOMA = homeostasis model assessment) ist ein vereinfachtes Verfahren, um die Insulinresistenz zu bestimmen. Dafür werden die Werte für das Nüchtern-Insulin und die Nüchtern-Glukose (mmol/l) miteinander multipliziert und durch 22,5 geteilt.

Trifft eines der folgenden Kriterien zu ist eine Mensch mit großer Wahrscheinlichkeit insulinresistent:

HOMA größer als 4,65
HOMA größer als 3,6 und BMI größer als 27,5 kg/m2.


Habe ich eine Insulinresistenz?

Insulinresistenz

Ein normaler Bluzuckerwert liegt nüchtern unter 100 mg/dl und einem 2-Stunden-Wert unter 140 mg/dl. Eine große Wahrscheinlichkeit für eine Insulinresistenz ist ein Nüchternwert zwischen 100 mg/dl und 125 mg/dl und einem 2-Stunden-Wert zwischen 140 mg/dl und 200 mg/dl. Zuckerkrank (Diabetes) ist eine Person bei einem Nüchternwert über 125 mg/dl und jeder Glukosewert über 200 mg/dl.

Durchführung des oralen Glukose-Toleranz-Tests:

1. Messung des Glukosespiegels im Nüchternzustand

2. Gabe von 75 g Glukose oral (unter ärztlicher Aufsicht)

3. Messung des Glukosespiegels nach 2 Stunden:

  • Normal:
  • Wahrscheinliche Insulinresistenz: 140-200 mg/dl
  • Diabetes Mellitus: > 200 ml/dl

Insulinresistenz

Was kann man essen bei Insulinresistenz?

Bei einer Insulinresistenz sollte die Ernährung hauptsächlich aus ballaststoffreichen Kohlenhydraten, ausreichend Eiweiß und qualitativ hochwertigen Fetten bestehen. Zusätzlich sollte der individuelle Kalorienbedarf und -verbrauch berücksichtigt werden. Die Qualität der Lebensmittel spielt ebenfalls eine große Rolle.

Es sollten mehr Gemüse und eiweißreiche Lebensmittel wie mageres Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Hülsenfrüchte auf dem Teller liegen und dafür weniger Sättigungsbeilagen und Erfrischungsgetränke.

Welche Lebensmittel essen bei Insulinresistenz?

Brot, Getreide, Nudeln, Kartoffeln, Reis

Vollkornbrot, Vollkorngetreideprodukte aus Hafer, Gerste, Dinkel, Roggen, Haferflocken, Vollkornnudeln, Vollkornreis, Pellkartoffeln, Müsli ohne Zucker

Verzichten:

Weißbrot, Toastbrot, Zwieback, Weizen- und Milchbrötchen, Croissant, Hartweizennudeln, geschälter Reis (Parbolied oder weißer Reis), Pommes Frittes, Kroketten, Kartoffelpüree, Bratkartoffeln, Kartoffelpuffer, Fertiggerichte, Fast Food, Snacks und Knabbersnacks wie Salzgebäck, Chips, Flips, Süße Backwaren, Süßigkeiten

Obst (2 Portionen am Tag)

Apfel, Aprikosen, Brombeeren, Clementinen, Erdbeeren, Grapefruit, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Kiwi, Marillen, Nektarine, Papaya, Orange, Pflaumen, Pfirsiche, Sauerkirschen, Stachelbeere, Wassermelone, Zwetschgen

In Maßen:

Ananas, Banane, Kaki (Sharon), Kirsche, Mango, Honigmelone, Birne, Weintrauben

Verzichten:

gezuckerte Obstkonserven und Obstmus, Kandiertes Trockenobst

Gemüse (3 Portionen am Tag)

Alle Salatsorten, Bohnen, Sojabohnen, Linsen, Erbsen, Paprika, Möhren, Gurke, Tomate, Fenchel, Aubergine, Artischocken, Spinat, Zucchini, alle Kohlarten, Radieschen, Spargel, Sauerkraut und alle Pilzarten

Verzichten:

Mais, Süßkartoffeln

Nüsse und Samen (ca. 40 g am Tag)

Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse, Cashewnüsse, Macadamianüsse, Pinienkerne, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne

Verzichten:

Erdnüsse, Gesalzene Nüsse

Fette und Öle (ca. 2 EL am Tag)

Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl, Leinöl, Weizenkeimöl

Verzichten:

Butter, Schweine- und Gänseschmalz, Butterschmalz, Palmfett, Mayonnaise, Sonnenblumenöl, Distelöl

Getränke (ca. 2 Liter am Tag)

Wasser, ungezuckerter Tee und Kaffee

in Maßen:

Light-Getränke

Verzichten:

Fruchtsaft, Softdrinks, Kakao, Alkohol

Fisch und Meeresfrüchte (1-2 Mal pro Woche)

Aal, Forelle, Heilbutt, Hering, Kabeljau, Karpfen, Lachs, Makrele, Sardine/Sardellen, Scholle, Seezunge, Steinbutt, Thunfisch, Flusskrebs, Garnelen, Hummer, Krabben, Shrimps

Verzichten:

Fisch in Mayonnaise oder Sahne eingelegt, Panierter Fisch

Wurstwaren und Fleisch (2-3 Mal pro Woche)

Putenbrustaufschnitt, Corned Beef, Aspik, Hühnerfleisch, Putenfleisch, Rinderfilet

Selten:

Koch- und Lachsschinken, Kassler, Schinkenzwiebelmettwurst, Schweinefilet, Schweinerücken

Verzichten:

Paniertes Fleisch

Eier (bis zu 5 pro Woche)

Milch- und Milchprodukte, Käse

Kochsahne 15 % Fett, Saure Sahne 10 % Fett, Milch bis 3,5 % Fett, Buttermilch, Quark bis 20 % Fett, Naturjoghurt bis 3,5 % Fett, Käse bis 45 % Fett i. Tr.: Schnittkäse, Weichkäse, Mozzarella, Schafskäse

Verzichten:

Sahne, Schmand und Creme fraiche, Pudding, Milchreis, Fruchtjoghurt, Fruchtquark, Kakaozubereitungen, Fruchtbuttermilch

Welches Frühstück bei Insulinresistenz?

Insulinresistenz Haferflocken

Bei einer Insulinresistenz sollte das Frühstück besonders ballaststoffreich sein. Haferflocken enthalten reichlich Kohlenhydrate und geben jede Menge Energie. Haben dafür aber einen vergleichsweise niedrigen glykämischen Index. Das heißt: Beim Verzehr von Hafer
(Haferflocken, Haferkleie) steigt der Blutzuckerspiegel nicht so stark und nur langsam an. 3 EL Haferflocken als Frühstück können dabei helfen den Blutzuckerspiegel vormittags auf einem gesunden Niveau halten.

Frühstück bei Insulinresistenz Empfehlungen:

  • Vollkornbrot mit gekochtem Ei oder magerem Käse oder Aufschnitt
  • Rühreier oder Omelette
  • Pancakes aus Haferkleie 
  • Naturjoghurt mit Früchten wie oben empfohlen
  • Müsli aus Vollkorn-Cerealien

Welcher Zucker bei Insulinresistenz?

Bei einer Insulinresistenz sollte so wenig Zucker wie möglich verzehrt werden. Insbesondere der Verzicht auf gesüßte Getränke kann einen großen Unterschied ausmachen. Xylit, Erythrit oder Stevia können hier eine Alternative sein.

Insulinresistenz welcher Sport?

Grundsätzlich  ist jede Bewegung geeignet. Da eine Insulinresistenz häufig mit Übergewicht einhergeht, sollte dies bei der Sportauswahl berücksichtigt werden. Geeignete Sportarten schnelles Gehen/Walken, Bergwandern, Schwimmen, Tanzen oder Radfahren.
Als Alternative kann auch ein Krafttraining oder kombiniertes Kraft-/Ausdauerprogramm wie ein HIT Training oder Tabata absolviert werden. Hier sollte aber ebenfalls der aktuelle Fitnesszustand berücksichtigt werden.
Menschen ab 40 Jahren oder älter sollten zusätzlich das Risiko für Stürze senken. Das klappt mit Sportarten wie Yoga, Pilates oder Tai-Chi.

Insulinresistenz welche Medikamente

Sinkt der Blutzuckerspiegel durch eine Ernährungsumstellung und körperliche Betätigung nicht ausreichend, kommt ein Medikament mit Metformin zur Anwendung. Metformin wirkt in der Leber und sorgt dort dafür, dass weniger Zucker gebildet wird, indem es die Gluconeogenese hemmt, wodurch der Blutzuckerspiegel sinkt und die Bauchspeicheldrüse entlastet wird.
Metformin wird auch außerhalb der zugelassenen Anwendungsgebiete bei einem Diabetes-Vorstadium (Prädiabetes) und Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) eingesetzt. In der Regel wird Metformin längerfristig angewendet, um die Stoffwechselsituation positiv beeinflussen zu können.

Weitere Medikamente sind Insulinsensitizer um die Empfindlichkeit der Zellen auf Insulin zu verbessern oder Acarbose um den Zuckerumwandlungsprozess im Darm zu hemmen.

Kann man mit einer Insulinresistenz schwanger werden?

Eine Insulinresistenz kann Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben und ein Grund für unerfüllten Kinderwunsch sein. Daher ist es bei Kinderwunsch äußerst wichtig abzuklären, ob eine Insulinresistenz vorliegt.

Der Grund warum Du nicht abnimmst - INSULINRESISTENZ ! | American Supps

Mit SAN R-ALA gegen die Insulinresistenz

Referenzen

1. Oral administration of RAC-alpha-lipoic acid modulates insulin sensitivity in patients with type-2 diabetes mellitus: a placebo-controlled pilot trial; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10468203/


Kommentare

In unserer Praxis haben wir häufig Patienten mit einer Insulinresistenz oder Prädiabetes. Sie könnten sich selber so vieles ersparen, alleine mit Änderungen in der Ernährung und mit mehr Bewegung.

Rita, 15.01.2021 15:19

Dann versuche ich mal zu hause meinen Blutzucker zu messen und gucke ob ich auch ne Insulinresistenz habe

Anonym, 12.01.2021 09:53

Ich bin nicht fett, ich habe nur Insulinresistenz ha ha

Stefan H, 12.01.2021 09:37
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